• "Peter Truschner gehört zu jener aussterbenden Künstlerspezies, die stets aufs Ganze gehen muss." ***** Frankfurter Allgemeine Zeitung

  • "A powerful use of image and poetry." ***** Roger Ballen, Photographer

  • "Invasive and uncompromising." ***** Wolfgang Ullrich, Art Historian

  • "Peter Truschner schont in seinen Texten über eine Welt, in der es um den Preis und nicht um den Wert einer Ware, der Arbeit oder des Lebens geht, weder sich noch den Leser." ***** Stefan Gmünder, Der Standard

  • "Peter Truschner belongs to the almost extincted sort of artists who always have to go all out." ***** Frankfurter Allgemeine Zeitung

  • "A great amount of good photography." ***** Myrto Steirou, VOID

  • "Peter Truschner ist nicht nur ein wacher und sensibler Beobachter, sondern ein Erlebender des Wahnsinns, der um uns herum geschieht." ***** Martin Kusej, Burgtheater Wien

  • "Ist das immer schon so gewesen, dass man eines Tages hinter seinem warmen Ofen hervorgeholt und an den Haaren ans Ufer gezerrt und in die kalten Betriebsfluten getaucht und getauft wurde im Namen des Geschäfts?" ***** aus: Im Namen des Geschäfts

Copyright 2021 - Peter Truschner - All rights reserved // „Peter Truschner gehört zu jener aussterbenden Künstlerspezies, die stets aufs Ganze gehen muss.“ Frankfurter Allgemeine Zeitung

Lehre

 

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Seit 2010 Workshops und Lectures im Spannungsfeld Bild - Körper - Performanz in Zusammenarbeit u. a. mit der Hochschule für Schauspiel Ernst Busch Berlin, dem Europäischen Theaterinstitut Berlin und der University for Applied Scienes Multia Media Art Salzburg.

Seit 2014 Arbeit als Vertragsdozent an der Universität der Künste Berlin im Bereich "Interdisziplinäre künstlerische Praxis und Theorie".

WS 2014/2015: Seminar "Die Reise, die niemals endet"

SS 2015: Interdisziplinäres Projektseminar mit Studierenden aus allen Fakultäten der Universität der Künste. Ausgewählte Arbeiten werden in der Vitrine der UdK am Einsteinufer sowie in Kooperation mit dem Museum für Moderne Kunst Kärnten im Rahmen der Ausstellung "Bangkok Struggle" gezeigt.

 

 

Die Reise, die niemals endet

Vorstöße im unwegsamen Gelände der Kunst

 

1. RAUM

Die Domestikation von Zeit und Raum: Der Mensch als Maßgabe.
Den Menschen als Ort begreifen (als Schau- oder Kampfplatz).
Extimität.
Ein Ort als Gegenüber: Die Zone als fühlendes Wesen, beobachtet und beobachtend.
Der Raum: geheimnisvoll und banal.
Den Ort nicht nur als ein Sichtbares begreifen, sondern dieses Sichtbare als durchdrungen und geformt von Unsichtbarem.

 

2. ZEIT

Die Unmöglichkeit, der eigenen Zeit zu entkommen.
Die Zeit als Ressource nutzen, dem Diktat des Kalenders und der Uhr entkommen.
Die existenzielle Seins- und Zeitvergessenheit.
Die Welt selbst ist die Uhr.
Tausche Raum gegen Zeit / Tausche Zeit gegen Raum.

 

3. PUNKT

Installation eines Punkts.
Bezugspunkt: Fließ-, nicht Standpunkt.
Zwei, nicht eins.
Reduktion ist nichts anderes, als etwas auf den Punkt zu bringen.

 

4. SUBJEKT

Die Produziertheit und Künstlichkeit des Subjekts.
Zuschreibung: Wenn ich mich nicht selbst situiere, werde ich von anderen situiert.
Das Reale, das Imaginäre, das Symbolische.
Gewalt des Konsenses: Wer vom Gleichen lebt, kommt durch das Gleiche um.

 

5. STELLUNG BEZIEHEN

Kämpfen: Ein Loch in die Ordnung der Dinge brennen.
Montaigne (Selbsterkenntnis), Nietzsche (Selbstermächtigung), Wittgenstein (Selbstreflexion).
Die Freiheit, sich lächerlich zu machen.
Ausnahmezustand: Die existenzielle Intervention.
Das Schlachtfeld verlassen: Die Erkenntnis der Unerkennbarkeit der Welt.

 

6. FREMDHEIT

Wer nicht weiß, wo er sich befindet, kann sich nicht verirren.
Auf der Durchreise sein, der/die Fremde bleiben.
Die Differenz zerstört die Illusion der eigenen Selbstverständlichkeit.
Unheimlichkeit: Nicht-Zuhause-Sein.
Der symbolische Tausch.

 

7. KUNST: WAS. WIE. WARUM.

Sich ein Bild machen. Sich mitteilen.
Authentisch sein nützt gar nichts.
Die Bedeutung des Zufalls.
Die Unabschließbarkeit des Vorhabens.
Die Unwägbarkeit der Relevanz.
Methode und Inkonsequenz.
Die produktive Zerstörung.
Das wachsende Vertrauen: Zuhause-Sein in der Kunst.